Mal-Filosofie

Sich selbst gegenwärtig sein!

freiErfahrsobj 2So wie die Filosofie mit Worten nach einer höheren Wahrheit sucht, tut dies die Malerei mit Farben und Formen. Je geistiger die Bilder werden, je mehr wird die Farbe zum Träger von inneren Wahrheiten. Der Prozess des Malens ist ein Weg des Dialogs, der uns zu uns selbst in unser Unbewusstes zurückführt. Es ist wie eine Art Meditation, die unsere Wahrnehmung zu anderen Dimensionen öffnen kann. Das Freisetzen von Emotionen mittels bestimmter Farben und Farbkombinationen weckt in uns Dissonanz oder Harmonie. Dabei führt uns das Aushalten bestimmter Spannungen im Bild zu neuen Erkenntnissen.

Ein lautes Rot wird leiser, wenn wir in die Tiefen des Rotes eintauchen. Es wird heller, wenn wir die geistigen Höhen erreichen. Setze ich dem Rot sein komplementäres Grün gegenüber, beginnt ein Wettstreit zwischen beiden, an der Farbgrenze sichtbar durch ein nicht aufhörendes Flimmern. All dies wirkt auf uns Menschen im täglichen Leben ein, ob bewusst oder unbewusst. Jeder Farbstrich beeinflusst den anderen, entweder als Ergänzung, Gegensatz oder Erhöhung.

Die visuelle Sprache von Bildern ist universell. Sie ist verflochten mit objektivierbaren Wahrnehmungen und persönlich bedingten Empfindungen, die sich im hohen Maße verdichten können. „... wer besser sieht, schärfer unterscheidet, die Relativität der Fakten erkennt und weiß, dass es nie nur eine einzige Lösung für visuelle Formulierungen gibt, der wird dann wohl auch seine Meinung über andere Formulierungen ändern; vor allem wird er sowohl genauer als auch toleranter werden.“ (R. Delaunay)

Der Betrachter muss soweit sein Sehen entwickelt haben, damit er die hohe Komplexität künstlerischer Werke wahrnehmen kann. Es geht nicht nur darum, die Augen offen zu halten, sondern um ein ganzheitliches Sehen. Ein Bild beinhaltet mehr als die materielle Form, was wir mit den Augen erfassen. Es ist ein Zusammenspiel von Sehen, Suchen, Fühlen, Erkennen, Erleben und führt zum Einsehen, Hineinsehen in sich selbst und in objektive wie auch subjektive Zusammenhänge. Damit ich mich dem Werk ganz öffnen kann, lasse ich das Sehen geschehen und gebe mich ihm ganz hin. Ich meditiere das Werk, damit ich mit ihm in Resonanz treten kann.

Sich in den offenen Raum begeben ohne seine Immunität zu verlieren.

transWald 03kl 2Auf diese Weise wurde die Malerei irgendwann zu meinem Leben, weil sie mich mir selbst nahe bringt. Während des Malens besteht ein automatischer, wortloser Dialog zwischen Farbe und Malaktion. Meine innere Haltung wird in die persönliche Sphäre eines Kunstwerks mit hineingenommen und gestaltet das Werk wie von selbst.

Gerade auf der abstrakten Ebene wird der Zugang zu den emotionalen Schichten erst möglich und kann sich so Ausdruck verschaffen. Im Abstrakten wird das Wesentliche erst sichtbar, weil die gewohnten Gestalten und Formen vom Erleben nicht mehr ablenken können.
Der Ausgangspunkt kann ein Gegenstand oder nur ein Gedanke sein, der dann mittels Farbe als Linie oder Fläche auf dem Malgrund erscheint. Erst durch das malerische Weiterarbeiten indem Schwerpunkte und Übergewichte entstehen, entfremdet sich die erste Form bis sie am Ende zur Impression transformiert.

Wohin ist das Leben gerichtet? Was will die Kunst verkünden?

 

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Die Kunst des Wandelns
Termin September-Oktober 2017

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